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    <aNumber>A 12811</aNumber>
    <inventoryNumber>II 3270</inventoryNumber>

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    <description>
<p>Hüftb. nach r. an Tisch mit Kruzifix stehend, mit der l. Hand aufgeschlagenes Buch haltend u. mit der Rechten auf Bibelvers darin weisend „Rom. X,4. | Christus | ist des Ge= | setzes Ende, | wer an den | glaubet, | der ist ge= | recht.“ Im Hintergrund l. Vorhang, r. Säule auf hohem Postament. – Unter dem Bildrechteck 2zeil. dt. Legende „M[agister] Georgius Lomer, treueyfriger Prediger und Diaconus der Evangel. PfarrKirchen zu S. Ulrich | in Augspurg: Seines Alters im 45ten, Predig-Ampts aber im 22ten Jahr. Ao. 1681.“ Darunter nebeneinander je 8 lat. u. dt. (etwa sinngleiche) Verse von Johannes Crophius:</p>
<blockquote>
Corporis effigiem sculptor, mentisq[ue] Poëta<br/>
dum tentat dotes prodere, Mysta, tuae:<br/>
Sumit uterq[ue] stylum: sed enim vix corporis umbram<br/>
praestat is; hic praeter nomina pauca, nihil.<br/>
Namq[ue] Viri Ingenium, Zelus, doctrinaq[ue], magnis<br/>
cum meritis probitas, Spes, amor, atq[ue] Fides<br/>
Grande volumen amant: simul haec quia parva tabella<br/>
non capit, artificum defit utrinq[ue] stylus.
</blockquote>
<p>(Indem der Kupferstecher das Abbild Deines Körpers, Du Gottesmann, u. der Dichter Deine Geistesgaben wiederzugeben versucht, | greifen beide zum Griffel. Doch kaum einen Schemen des Körpers bringt jener zustande, dieser außer wenigen Wörtern nichts. | Denn dieses Mannes Geist, sein Eifer, seine Gelehrsamkeit, seine hochverdiente Redlichkeit, seine Hoffnung, seine Liebe und sein Glaube rufen nach einem Buch im großen Stil. Da zugleich das kleine Blatt dies nicht faßt, versagt der Griffel des einen so gut wie des andern Künstlers).</p>
<blockquote>
Wenn gleich der Künstler sucht ins Kupfer gut zubringen<br/>
den sel’gen Gottes=Mann; wird es doch nur ein Bild.<br/>
Will Ich sein tapfern Geist mit meinem Vers besingen,<br/>
hat Tugend und Verdienst die Zeilen stracks gefüllt.<br/>
Biß Ich die Gottesforcht und Eyfer sez zusammen,<br/>
Glaub, Hoffnung, Lieb, Gedult, nenn’ ohne Wort-gepräng,<br/>
Krieg Ich sein redlichs Herz und Zunge kaum bey Nahmen,<br/>
drum bleibt für Leib und Seel diß Kupfer-blat zu eng.
</blockquote>
</description>

    <technique>Kupferstich: &lt;unter den Versen l.&gt; F[ranz] F[riedrich] Franck pinx. – &lt;r.&gt; Philip Kilian sculps.</technique>
    <sheetSize>328 x 234 mm</sheetSize>
    <plateSize>315 x 227 mm</plateSize>
    <imageSize>260 x 222 mm</imageSize>

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                Singer 55191.
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                Diepenbroick 42375.
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                Hollstein G.18,30 (Nr. 259).
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                ThB 20,300 (o.r.) u. 12,344.
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    <condition></condition>

    <attribute type="1" typeDescription="Ikonographie und Realien">Buch (mit Bibelvers)</attribute>
    <attribute type="1" typeDescription="Ikonographie und Realien">Kruzifix</attribute>
    <attribute type="1" typeDescription="Ikonographie und Realien">Vorhang/Säule</attribute>
    <attribute type="2" typeDescription="Bibelvers(e)/Bibelstelle(n)/biblische Bildmotive">dt.: Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubet, der ist gerecht (Röm. 10,4)</attribute>
    <attribute type="6" typeDescription="Versbeiträger">Crophius, Johann</attribute>
    <attribute type="7" typeDescription="Versinitium des/der Porträtgedichte(s)">dt.: Wenn gleich der Künstler sucht</attribute>
    <attribute type="7" typeDescription="Versinitium des/der Porträtgedichte(s)">lat.: Corporis effigiem sculptor</attribute>

    <source>Aus: Leichenpredigt s.o.</source>
    <notes></notes>

    <created>1999-04-20 08:35:58</created>
    <modified>2005-12-19 12:46:04</modified>

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