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    <aNumber>A 20808</aNumber>
    <inventoryNumber>II 5260.1 (verso)</inventoryNumber>

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<p>Rückseite von A 20807. – Die sog. „Hubertus-Arie“, in der S. sich gegen seine vielfältigen Feinde u. Neider verteidigt: \i</p>
<p>Die | In unten gesetzt= und so genanter St. Huberti=Aria, | DEN NEID, MISSGUNST UND SPÖTTER SINGEND=STRAFFENDE | WARHEIT:</p>
<p>[Auf der folgenden Notenzeile l. der hl. Hubertus, r. der kreuztragende Hirsch]</p>
<blockquote>
Welch ungeheures Wetter? Wo komt die Missgunst her?<br/>
Ich bin ein Ziehl der Spötter[,] mich überschwem[m]t ein Meer<br/>
Von Tadler=Gifft und Gallen, die Missgunst haucht mich an<br/>
Ich soll der WElt missfallen der ich doch guts/doch nichts getan.<br/>
Der tadelt das Geblütte, dem ist der Stam[m] zu klein,<br/>
Bald müssen im Gemüthe und Minen Fehler seyn,<br/>
Der Leib und das Gesichte[,] der Reichthumb und der Stand,<br/>
Wird vor dem Spott=Gerichte vor mangelhafft erkant.<br/>
Doch tobt ihr Ungewitter[,] mein Geist bleibt unbewegt,<br/>
Wie mancher zeigt mir Splitter der grosse Balcken trägt;<br/>
Der mager Neid verschonet, auch selbst die Götter nicht,<br/>
Doch wo die Tugend wohnet wird wenig ausgericht.<br/>
Ein Mensch ohn alle Mängel wird nicht zu finden seyn,<br/>
Es fehlten ja die Engel, das Gold ist nicht gantz rein,<br/>
Man weiss von Sonnenflecken[,] wer sieht auf mich so scharff?<br/>
Vielleicht kan ich sie decken, wo Unschuld reden darff.<br/>
Getrost! wenn meinen Nahmen ein Lästrungs=Pfeil betrifft:<br/>
Der Teuffel mischt den Saamen, man saugt aus Rosen Gifft.<br/>
Offt speyt auf schöne Lilgen ein Käfer Unflat hin,<br/>
Ihr Schnee läst sich nicht tilgen und ich bleib wer ich bin.<br/>
Ihr Spötter! seyd befliessen, zu schwörtzen meinen Ruhm,<br/>
So bleibt ein gut Gewissen doch stets mein Eigenthum.<br/>
Die Warheit lacht der Lügen, mich kränkt kein Spötter=Spruch,<br/>
Die Unschuld muss doch siegen, den Neid trifft eigner Fluch.<br/>
Mein Glück wird nicht stets schlaffen, wen[n]s gleich nicht bald erwacht;<br/>
David ward von den Schaafen zur Hoheit doch gebracht.<br/>
Ich dringe mich bey allen nicht in die Freundschafft ein:<br/>
Kan Klugen ich gefallen, so lass ich Narren seyn.
</blockquote>
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    <attribute type="1" typeDescription="Ikonographie und Realien">Hirsch</attribute>
    <attribute type="1" typeDescription="Ikonographie und Realien">Notenschrift</attribute>
    <attribute type="5" typeDescription="Bildmotive">Hubertus, hl.</attribute>
    <attribute type="7" typeDescription="Versinitium des/der Porträtgedichte(s)">dt.: Welch ungeheures Wetter</attribute>

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    <created>2002-06-04 15:27:38</created>
    <modified>2003-02-01 15:15:01</modified>

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